Nach einem anregenden Schulwettbewerb, welcher zu der Frage „Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst reinigen?“ durchgeführt wurde, erlebte eine Gruppe ausgewählter Schüler*innen rund um die Schul-Gewinnerinnen Ceylan Basoda sowie Cornelia Reitz einen spannenden Regionalwettbewerb.
Dieser fand am Dienstag, den 10. März 2026, in der Koblenzer Berufsbildenden Schule für Wirtschaft statt. Begleitet wurden die Schüler*innen unserer Schule von ihren Lehrern Frau Schmidt und Herrn Naumann, welche die Gruppe während des gesamten Tages unterstützten.
Gemeinsam mit insgesamt 28 Schüler*innen aus anderen Schulen der Region wurde intensiv über aktuelle gesellschaftliche Fragen sachlich diskutiert und argumentiert.
Neben den Debattant*innen übernahmen auch Schüler*innen unserer Schule die Aufgabe des Jurierens. Sie mussten die Debatten aufmerksam verfolgen und anschließend anhand festgelegter Kriterien bewerten.
Zu Beginn des Tages begrüßte Regionalkoordinator Herr Christoph Dorscheid alle Teilnehmer*innen, Juror*innen und Lehrkräfte und führte in den Ablauf des Wettbewerbs ein. Die Debattant*innen kannten ihre Themen und Positionen bereits einige Tage und konnten sich daher direkt nach der Einführung in ihre jeweiligen Debattenräume begeben. Parallel dazu fand ein Juror*innen-Briefing statt, bei dem die Juror*innen noch einmal genauer über die Bewertung der Debatten informiert wurden.
Die anschließenden Durchgänge erfolgten in zwei Altersgruppen: Altersgruppe I (Klassen 8 bis 10) sowie Altersgruppe II (Klassen 11 bis 13).
In jeder Debatte traten vier Debattant*innen – der Pro- und Contra-Seite zugeteilt – gegeneinander an und diskutieren die Streitfrage.
Das Debattieren folgt einem klaren Regelsystem, in denen die Teilnehmer*innen ihre Argumente vorstellen, aufeinander eingehen und versuchen, die Mitdebattant*innen sowie die Jury von ihrer Position zu überzeugen.
In der ersten Runde beschäftigte sich die Altersgruppe I mit der Frage, ob auf öffentlichen Plätzen in unserer Region kostenloses WLAN angeboten werden solle. In der Altersgruppe II lautete das Thema „Soll das „Kaufe jetzt, zahle später“-Bezahlmodell bei Online-Käufen verboten werden?“
Nach jeder Debatte zog sich die Jury für etwa 15 Minuten zurück, um die Beiträge zu besprechen und zu bewerten. Anschließend kamen die Debattant*innen wieder zusammen und erhielten eine allgemeine Rückmeldung sowie individuelle Hinweise zu ihrer Leistung. Wenig später begann die zweite Debattenrunde, wieder parallel für beide Altersgruppen, allerdings mit neuen Zusammensetzungen der Debattant*innen und anderen Positionen.
In der Altersgruppe I wurde nun darüber diskutiert, ob für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden sollen. In der Altersgruppe II lautete die Streitfrage, ob Lokalzeitungen staatliche Förderung erhalten sollen. Auch in dieser Runde zeigten die Teilnehmer*innen, wie wichtig gute Vorbereitung, klare Argumente und ein respektvoller Umgang miteinander beim Debattieren sind.
Nach Abschluss der beiden Qualifikationsrunden erhielten alle Debattant*innen eine Urkunde und wurden für ihre Teilnahme gewürdigt.
Für unsere Schule konnten sich in Altersgruppe I Johanna Comtesse als zweite Nachrückerin sowie Anastasia Tschebotarew mit einem hervorragenden zweiten Platz qualifizieren.
In der Altersgruppe II erreichte unsere Schülerin Ceylan Basoda das Finale, und Lena Montermann landete auf dem zweiten Nachrückerplatz.
Nach einer Mittagspause fanden die Finaldebatten statt. Die Finalist*innen der Altersgruppe I diskutierten darüber, ob Privatgärten insektenfreundlicher gestaltet werden sollen.
In der Altersgruppe II ging es um die Frage, ob die Veröffentlichung von Wahlumfragen vor Wahlen verboten werden solle. Es wurde noch einmal deutlich, wie anspruchsvoll der Wettbewerb und wie wichtig es ist, Argumente strukturiert und überzeugend zu präsentieren sowie auf die Beiträge der anderen einzugehen.
Am Ende des Wettbewerbs wurden die endgültigen Platzierungen bekannt gegeben.
In der Altersgruppe I erreichte Anastasia Tschebotarew im Finale den vierten Platz. Besonders erfolgreich war Ceylan Basoda, die in der Altersgruppe II den ersten Platz belegte und sich für das Landesfinale in Mainz qualifizieren konnte.
Der Wettbewerb war für unsere Schüler*innen insgesamt eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung. Sie konnten spannende Debatten verfolgen, selbst Verantwortung als Juror*innen übernehmen und erleben, wie wichtig es ist, Argumente sachlich und überzeugend vorzutragen.
Wir gratulieren allen Teilnehmer*innen herzlich zu ihren Leistungen und wünschen Ceylan Basoda viel Erfolg bei der nächsten Wettbewerbsrunde in Mainz!
Cornelia Reitz, Zoe Michels (MSS 12)


