„Wenn ich schon jetzt auf alle meine Erfahrungen zurückblicke, würde ich sagen, es hat sich auf jeden Fall gelohnt“, fasst Clara Müller ihre Erlebnisse zusammen, die sie seit August 2025 am Goethe-Institut in Brüssel gesammelt hat. Nach ihrem Abitur am BvSG im letzten Frühjahr überlegt sich Clara, für ein Jahr einen Freiwilligendienst im Ausland zu machen, am liebsten wäre ihr ein Jahr in Paris. Während ihrer Suche nach einem geeigneten Anbieter lernt sie den Freiwilligendienst Deutsches Rotes Kreuz Saarland kennen, der auch Freiwillige ins Ausland vermittelt.
„Für mich ist wichtig, dass ich einen Trägerverein gefunden habe, der anerkannt ist, damit nicht nur die Versicherungsfragen alle geklärt sind und das Kindergeld weiter bezahlt wird, sondern weil es auch wertvoll ist, in dem Jahr begleitet zu werden“, erzählt Clara den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe, die ihr aufmerksam zuhören.
So berichtet sie von ihren vielfältigen Aufgaben im Goethe-Institut, das sich nicht nur auf Sprachkurse auf Deutsch konzentriert, sondern auch, weit darüber hinaus, Kulturvermittlung und Europäische Verständigung fördert. „Am Anfang habe ich mich in der großen Stadt schon etwas verloren gefühlt, aber nach drei Monaten war es schon viel besser“, strahlt Clara und berichtet begeistert von ihrem Leben mit anderen Freiwilligen in einer Wohngemeinschaft mitten in der Stadt. Morgens radelt sie zum Büro und widmet sich dann ihrem vielfältigen Alltag mit Aufgaben im Bereich social media und Kultur. In ihrer Freizeit unternimmt sie viel mit anderen Freiwilligen und staunt über die Stadt Brüssel, die sie in ihrer Vielfalt völlig unterschätzt hat. „So viele Menschen aus anderen Kulturen leben hier zusammen und im Grunde wird hier die Vielfalt gefeiert. Alle sind neugierig darauf, Menschen aus anderen Kulturen zu begegnen und voneinander zu lernen“, schwärmt Clara.
Gerade in Zeiten von Kriegen und gewaltsamen Konflikten sei es so bedeutsam, sich für Verständnis, Miteinander und gegenseitiges Vertrauen einzusetzen. Daher kann sie sich schon jetzt vorstellen, sich nach ihrem Freiwilligendienst weiter in diesem Bereich fortzubilden und zu engagieren.
„Herzlichen Dank, dass Du uns besucht hast und so lebendig von deiner Zeit in Brüssel erzählt hast“, verabschieden Frau Kaever und Frau Blaich die ehemalige Schülerin – und ausreichend Zeit für Rückfragen von den interessierten Schülern und Schülerinnen gibt es dann natürlich auch noch.
Christiane Bals, Berufs- und Studienorientierung

